[Frage] VoIP via Telekom - läuft das inzwischen?

SarekHL

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Hallo zusammen,

man liest in letzter Zeit immer weniger über Ausfälle des VoIP-Netzes der Telekom oder über chaotische Zustände bei der VoIP-Umstellung. Vor einem Jahr hat man in der Lokalpresse noch regelmäßig über Ärzte gelesen, die nach der beauftragten VoIP-Umstellung wochenlang telephonisch nicht erreichbar waren oder eben über stundenlange Totalausfälle des VoIP-Netzes.

Ist das nun wirklich besser geworden, oder ist das nur nicht mehr so in den Medien präsent, weil es schon als "normal" gilt? Hat jemand von Euch konkrete Erfahrungen dazu?


Danke im Voraus,
Sarek \\//_
 
Es gibt bei allen mal ggf. Probleme.

Totalausfall wäre wenn DSL nicht geht.

Ich hatte in gut 4 Jahren nur 2 mal VoIP Ausfall für wenige Stunden. Waren dann aber auch Großraumstörung. Sonst lieg bisher alles sehr gut und zuverlässig.

Die bleibt wohl nur Ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln.

Selbst wenn hier 20 Leute schreiben alles gut, ist es keine Garantie dass nicht doch was schief läuft.
 
Es ist besser geworden.


Gerade bei den in den Medien gezeigten (Einzel-)Fällen ist es oft eigenes Verschulden (ich habe schon in 2 Fernsehbeiträgen falsche Verkabelung gesehen!) oder Verwechselung (gezeigt wurde ein ISDN-Anschluss und dann VoIP-Probleme genannt).
 
Bei mir läuft das. Probleme gibt es überall, nur wenn sie bei der Telekom auftreten betreffen sie viele Leute und etliche von denen nutzen VoIP eher gezwungenermaßen so daß das Geschrei besonders laut ausfällt wenn mal irgendwo ein Ausfall auftritt.

Der Nachteil daß das Telefon nicht geht wenn die Internetverbindung ausfällt ist allerdings systembedingt nicht zu vermeiden. Ein Handy hat aber heute fast jeder zur Hand.
 
Läuft bei mir auch, wenn ich die täglichen Logs aus den Pushmail auswerte,
hatte ich dieses Jahr tagsüber einen Kurzzeitausfall < 5min,
der Rest fand im Wartungsfenster (02:00 - 05:30 Uhr) statt, also geplante Wartungsarbeiten oder Wechsel der IP-Adresse durch die Fritz!Box.

SIPGATE war öfters tagsüber weg.

Bin insgesamt sehr zufrieden, zumal hier die ISDN-Vermittlungsstelle im gleichen Zeitraum fast 2 Stunden weg war, während ich telefonieren konnte :cool:
 
etliche von denen nutzen VoIP eher gezwungenermaßen

Naja, mal ganz ehrlich: Wer nutzt es freiwillig, wenn er die Stabilität von ISDN gewohnt ist. Mir graust ehrlich gesagt auch schon vor dem Tag der Zwangsumstellung. DSL ist nämlich bei mir innerhalb der letzten Monate häufiger mal für 'ne Stunde weg gewesen. Dann klappte wenigstens noch das ISDN-Fallback des Routers so dass zumindest eMails noch möglich waren. Aber wenn es kein ISDN mehr gibt, ist man halt auf Gedeih und Verderb der Stabilität von DSL ausgeliefert. Und wenn man dann mal einen Notruf absetzen müsst .... daran will ich gar nicht erst denken.
 
Mit gezwungenermaßen meine ich daß kein anderer Anschluß mehr geschaltet wird, selbst wenn man ihn will und den Aufpreis gerne zahlen würde.

Ich selber nutze freiwillig und aus Kostengründen seit 2004 ausschließlich VoIP und hatte anfangs noch Probleme überhaupt eine Festnetznummer aus meinem eher kleinen Vorwahlbereich zu bekommen, allerdings war mein Haupttelefon auch damals schon das Handy und Festnetz wurde nur zu Sondernummern benötigt bei denen die Mobilfunker Mondpreise verlangen. Da man mir lange Zeit kein DSL schalten wollte habe ich aus Frust dann auch den ISDN-Anschluß gekündigt nachdem ich mich anderweitig per Funk mit Internet versorgt hatte.

Zum Fallback: Wenn ISDN-Fallback wegfällt kann man z.B. an eine Fritzbox einen Surfstick anschließen. Über den kann man als Fallback surfen (wenn der Tarif passt) oder auch per GSM telefonieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Haben wir nicht hier genug Themen zu Zwangsumstellung, "böses" VoIP und supper tolle ISDN ect.? ;)
 
Wenn ISDN-Fallback wegfällt kann man z.B. an eine Fritzbox einen Surfstick anschließen. Über den kann man als Fallback surfen (wenn der Tarif passt) oder auch per GSM telefonieren.

Vorausgesetzt, man hat dort Mobilfunkempfang. Gerade in Energiesparhäusern habe ich ganz oft die Erfahrung gemacht, dass man dort kaum Empfang hat. Keine Ahnung, ob die Fenster da irgendwie besonders beschichtet sind, um eine bessere Wärmedämmung zu erreichen ..
 
Eben nicht, nicht jeder hat solche Probleme. ;) Also nicht von wenigen oder einigen auf alle schließen.

Wie gesagt wurde, Probleme gibt es überall, jedoch eher nicht bei der breiten Masse.
 
Die meisten Störungen bekommt der Standardkunde ja gar nicht mit. Wenn das Telefon nicht klingelt denkt er ja nicht an eine Störung sondern, dass ihn niemand anruft. Wenn ich mir meinen FritzBox Report am nächsten Tag ansehe sind die VoIP Probleme unübersehbar. Nachfragen ergeben meistens Probleme im Netz, so war nicht nur mein Anschluss betroffen. In über 20 Jahren ISDN Nutzung gab es keine Probleme, höchstens Internetausfall aber der störte mein ISDN nie.
Fazit: Wer wichtige Anrufe erwartet sollte VoIP vermeiden. Wenn man selbst telefonieren will kann man zur Not ein Handy nutzen.
 
Fakt ist, daß die allermeisten Ausfälle gar nicht bemerkt werden.
Weil nicht jeder Kunde ständig die Verbindung loggt, weil 90% der Gesamtkundenanzahl von der Technik eh keine/kaum Ahnung haben (was ja nicht verwerflich ist), und ... und ... und ...
Selbst ich muß ab und zu feststellen, wenn ich dann doch mal in mein Fritz-Box-Protokoll schaue, daß die Telefonie für 20-30 Minuten unterbrochen war ... O.K., war nachts oder ich war nicht anwesend und konnte/wollte zu dem Zeitpunkt also auch nicht telefonieren.
Ausfälle gibt es also schon "nicht wenige" bzw. zu ISDN-Zeiten war das, was heute leider normal ist, die riesengroße Ausnahme! Auch wenn das immer wieder ignoriert oder sogar direkt geleugnet wird - es ist einfach heute deutlich instabiler, als zu ISDN-Zeiten.
Zudem kommt dazu, daß das analoge und ISDN-Netz dezentral organisiert waren. Ein Ausfall war also doch regional schon begrenzt. Da ja heutzutage nach dem Prinzip "koste es, was es wolle" Zentralisierung betrieben wird, mithin das Netz von wenigen zentralen Stellen aus organisiert ist (oder werden soll), hat eine einzelne Störung natürlich in Zukunft deutlich größere und schlimmere Auswirkungen. Dank moderner Technik ließe sich das problemlos verhindern - das Stichwort heißt Redundanz - aber nach dem "koste es, was es wolle" - Prinzip wird ja auf diese Redundanz verzichtet, wie auch der letzte Ausfall der Telekom zeigt und diese ja - dummerweise - auch selbst zugegeben haben. Die (angebliche) "Redundanz" mußte nämlich erst mühsam manuell "dazugeschaltet werden", weshalb dann die Störung so lange andauerte. Eine wirkliche Redundanz ist eine "heiße Reserve", die ständig parallel läuft und keine Zu- oder Umschaltung bedarf. Was natürlich Geld kostet ... Das man aber bei der Telekom nicht ausgeben will ...

Insofern wird natürlich die "moderne" Technik mit der Zeit auch sicherer werden, aber wirklich sichere Zeiten wie zu ISDN-Zeiten gehören für immer der Vergangenheit an. Vielmehr kann sogar heutzutage mit einem "gezielten Schlag" praktisch das gesamte Kommunikationssystem "außer Gefecht" gesetzt werden. Eine der vielen katastrophalen Folgen der mit Gewalt betriebenen Kostensenkungspolitik (denn technische Verbesserungen sind ja nicht Hauptzweck).
Wenn jetzt nur noch die Telekom die Erfahrungen der zahlreichen alternativen Anbieter, die mehrheitlich bereits seit Jahren All-IP-Technik (mitunter sogar ausschließlich) betreiben, für sich nutzen würde, wäre es nicht zu so vielen Ausfällen gekommen. Aber in ihrer bekannten Gutsherrenart wird ja bei der Telekom jedes Fahrrad neu erfunden ...

Zu den oft angesprochenen und von so einigen Kunden "ach so gern gewollten" Hybrid-Tarifen der Telekom habe ich ein sehr ambivalentes Verhältnis. Aus meiner Sicht wird diese Technologie sich nicht durchsetzen und in 3-4 Jahren tot sein.
Die einzige Alternative ist und bleibt - egal was in diesem Lande mal wieder durchgesetzt und getan wird - nur die SOFORTIGE bedingungslose und diskussionslose 100,1%-Verglasfaserung des gesamten Landes.
LTE war, ist und bleibt eine mobile Technologie (shared medium noch dazu!; für die Diskutierer: shared medium direkt beim Kunden, was vor dem 3. Switch in der VSt ist, wirkt sich kaum noch aus!!) und ist als Festnetzersatz immer ungeeignet. Ganz nebenbei:in keinem anderen Land ist man auf so eine schwachsinnige Idee gekommen!
Auch in keinem anderen Land ist man auf die Idee gekommen, Technik des vergangenen Jahrtausends (Kupferkabel) mit teuer Geld (das ja wohl nicht vorhanden ist ...) noch für wenige Jahre am Leben zu erhalten (Verbesserungen wird es eh nicht geben!), um dann in spätestens 7.8 Jahren einzusehen, daß doch verglasfasert werden muß (ganz nebenbei ist unsere Konkurrenzfähigkeit bis dahin noch sehr viel weiter den Bach runtergegangen) allerdings für den 2.3-fachen Betrag, den es heute kosten würde!!

Was ich nicht verstehen kann, daß sich die Kunden dann auch noch von der Telekom nötigen lassen ... Für 90% aller Kunden gibt es Alternativen zum Telekom-Anschluß. Also kündigen lassen und zu einem alternativen Anbieter wechseln. Aber nein! Man läßt sich freiwillig neue 24 Monate aufnötigen, nimmt oft noch einen teuren (4,99 € monatlich Miete) Schrott-Router(/Modem) und nutzt dann "hochmoderne" Anschlüsse, die zumindest bei der Telekom derzeit noch im "Entwicklungsstadium" sind.
Für Geschäftskunden gibt's den Trunk (den alle anderen Anbieter längst haben) übrigens noch immer nicht. So was nennt sich hierzulande dann "Technologieführer" ...
 
Ich bin auch für Glasfaser überall. Aber es muß Übergangstechniken geben, denn man kann nicht überall zugleich aufgraben.

Als DSL eingeführt wurde war ich in der glücklichen Lage mehrere Jahre vom Fortschritt abgekoppelt zu sein. Die "Übergangstechnik" ISDN war dann ganz schön teuer und unerträglich langsam.
Wenn jetzt, wo möglich und sinvoll, übergangsweise Hybrid angeboten wird kann ich daran nichts schlechtes finden, immerhin muß man dazu keine Straßen aufgraben und der Kunde hat sofort was davon. Wieso sich Inhaber von VDSL50 oder gar VDSL100 Anschlüssen den Hybridrouter antun ist mir aber auch nicht klar.

Es sieht so aus als ob ich beim Vectoring wieder leer ausgehen werde, Hybrid aber bringt mir jetzt schon einen Vorteil und der Telekom einen Kunden der geblieben ist.
 

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