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Hallo allerseits,
ich bin Unitymedia-(Privat-)Kunde und komme deshalb nicht mehr durch Nachfrage an eine eigene IPv4 Adresse (ist wohl seit April nur noch mit Business-Anschlüssen möglich). Mein Plan war daher, per IPv6 auf mein Heimnetz zuzugreifen und IPv4-Verbindungen über meinen vServer laufen zu lassen.
Mein Problem ist jetzt, dass durch meine FritzBox 7390 (Freetz Trunk mit dnsmasq) hinter dem Technicolor-Modem von Unitymedia kein IPv6 möglich ist. Ich bekomme mit meinen Geräten eine globale IPv6 zugewiesen (2a02: ...), jedoch sind keine IPv6 Verbindungen möglich: wget --inet6-only bricht mit einem Timeout ab und der Google IPv6-Test bestätigt mir auch, dass IPv6 nicht möglich sei.
Ich habe jetzt in einem KabelBW-/Unitymedia-Spezifischen Forum nachgeforscht und dort konnte mir der Grund für das Problem erklärt werden: Das Problem ist nicht die FB sondern das Technicolor Modem, was effektiv eben kein Modem sondern ein Router ist. Dieses Teil ist - nennen wir es "ungeschickt" konfiguriert. Ich versuche es mal mit meinem Beschränkten IPv6-Wissen zusammenzufassen, in der Hoffnung dass es verständlich bleibt, ansonsten bitte in oben verlinktem Thread nachlesen
Das Modem gibt grundsätzlich nur /64 Adressen heraus und führt eben keine Prefix Delegation für andere Router durch. Dementsprechend erhält die FB und auch alle anderen, direkt mit dem Modem verbundenen Clients eine gültige IPv6-Adresse, jedoch erhält die FB eben keinen Präfix, mit dem sie weitere LAN Geräte versorgen kann. Beispielsweise bekommt die FB die IP 2a02:XXXX:XXXX:1400:XXXX:XXXX:XXXX:XXXX, zeigt im WebInterface als Präfix jedoch 2a02:XXXX:XXXX:1480::/64 an und gibt diesen auch ins LAN weiter - ich frage mich jedoch, wie genau der Präfix bei fehlendem Prefix Delegation zustande kommt. Mit den so vergebenen IPs kommt dann keine IPv6-Verbindung zustande.
Bei OpenWRT gibt es für das Problem einen Workaround:
Vorab vielen Dank!
ich bin Unitymedia-(Privat-)Kunde und komme deshalb nicht mehr durch Nachfrage an eine eigene IPv4 Adresse (ist wohl seit April nur noch mit Business-Anschlüssen möglich). Mein Plan war daher, per IPv6 auf mein Heimnetz zuzugreifen und IPv4-Verbindungen über meinen vServer laufen zu lassen.
Mein Problem ist jetzt, dass durch meine FritzBox 7390 (Freetz Trunk mit dnsmasq) hinter dem Technicolor-Modem von Unitymedia kein IPv6 möglich ist. Ich bekomme mit meinen Geräten eine globale IPv6 zugewiesen (2a02: ...), jedoch sind keine IPv6 Verbindungen möglich: wget --inet6-only bricht mit einem Timeout ab und der Google IPv6-Test bestätigt mir auch, dass IPv6 nicht möglich sei.
Ich habe jetzt in einem KabelBW-/Unitymedia-Spezifischen Forum nachgeforscht und dort konnte mir der Grund für das Problem erklärt werden: Das Problem ist nicht die FB sondern das Technicolor Modem, was effektiv eben kein Modem sondern ein Router ist. Dieses Teil ist - nennen wir es "ungeschickt" konfiguriert. Ich versuche es mal mit meinem Beschränkten IPv6-Wissen zusammenzufassen, in der Hoffnung dass es verständlich bleibt, ansonsten bitte in oben verlinktem Thread nachlesen
Das Modem gibt grundsätzlich nur /64 Adressen heraus und führt eben keine Prefix Delegation für andere Router durch. Dementsprechend erhält die FB und auch alle anderen, direkt mit dem Modem verbundenen Clients eine gültige IPv6-Adresse, jedoch erhält die FB eben keinen Präfix, mit dem sie weitere LAN Geräte versorgen kann. Beispielsweise bekommt die FB die IP 2a02:XXXX:XXXX:1400:XXXX:XXXX:XXXX:XXXX, zeigt im WebInterface als Präfix jedoch 2a02:XXXX:XXXX:1480::/64 an und gibt diesen auch ins LAN weiter - ich frage mich jedoch, wie genau der Präfix bei fehlendem Prefix Delegation zustande kommt. Mit den so vergebenen IPs kommt dann keine IPv6-Verbindung zustande.
Bei OpenWRT gibt es für das Problem einen Workaround:
Weiß jemand vielleicht, ob das mit den in Freetz vorhandenen Bordmitteln auch möglich ist?SpaceRat (unitymediakabelbwforum.de) schrieb:Was OpenWRT da macht ist jenseits der Specs. Die Community macht sowas, aber ein Router-Hersteller normalerweise eher nicht.
[...]
udhcpc ist unter Linux die Standardkomponente für den Adressbezug.
OpenWRT ersetzt diese durch odhcpc/odhcpd, wobei odhcpc/odhcpd bei fehlender Präfix-Delegation einen nicht ganz normkonformen Trick anwendet - es re-announced einfach das selbe Präfix das es auf WAN-Seite gelernt hat auch LAN-seitig.
Damit ist der so laufende OpenWRT-Router zwar de facto kein Router mehr (Er und seine Clients befinden sich IPv6-mäßig im selben Netz wie der vorgeschaltete Router, was bei einem Router gar nicht sein dürfte), aber - wenn die IPv6-Firewall, das DNS-Relay usw. in Betrieb bleiben - immer noch mehr als ein reiner Access Point.
Vorab vielen Dank!